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Warum kostet ein Quilt so viel?

Warum sind Quilts so teuer?

Eine Frage, die immer mal wieder auftaucht. Viele Leute können sich nicht vorstellen, was da für eine Arbeit drin steckt. Sie verwechseln das mit unendgeltlicher Handarbeit, für ein Hobby kann man doch kein Geld verlangen. Nun, ich bin da ganz anderer Ansicht. Auch in ein Hobby wird Zeit gesteckt und wenn jemand anderes außerhalb des engen Familien- und Freundeskreises so ein Kunstwerk haben möchte, soll er auch einen angemessenen Gegenwert dafür bezahlen – finde ich.

Also habe ich mir mal die Mühe gemacht, meine Arbeit in Geld zu fassen. Natürlich können hier nur cirka-Werte als Grundlage genommen werden. Konkrete Projekte berechnen sich aus den konkret zu zahlenden Preisen für das Material und den Aufwand.

Kosten für Material, Zusammensetzen und fertigstellen für einen 1,50 x 2,00 m großen, einfachen Lasagnequilt:

Materialkosten: 170 €
Garn: 10 €

Zusammensetzen:
(Arbeitszeit gerechnet mit 10,00 € pro Stunde)
Fürs Top (beinhaltet das Vorbereiten des Stoffes, Zuschneiden der Teile, Nähen der Blocks, Zusammensetzen der Reihen, dazu noch die Ränder)
ca. 50 stunden á 10,00 € = 500 €

Zusammensetzen des Quiltsandwiches:
ca. 3 Stunden á 10,00 € = 30,00 €

Quilten auf einer Haushaltsmaschine
(Berechnung: 1 cm² = 1,50 €)
300 cm² x 1 € = 450,00 €
Garn fürs Quilten = 30,00 €

Fertigstellung:
Herstellung des Randes (bindings)
2 Stunden á 10,00 € = 20,00 €
Randanbringung
10 Stunden á 10,00 € = 100,00 €

Kosten insgesamt für den Quilt = 1.310,00 €

Ein größerer Quilt, ein komplizierteres Patchworkmuster, ein ungewöhnlicheres Quiltmuster, hochwertigere Einlage, Rückseitenstoff etc. erhöhen den Preis natürlich. Erst recht, wenn der Quilt von Hand gequiltet werden soll.