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Unser tägliches Brot

Küchengeschwafel bei Facebook
Brot und Brötchen aus dem eigenen Backofen – ich hab es endlich geschafft.

Problem war der Sauerteig, denn mit Hefe backen kann ja jeder. Sauerteig ist im übrigen auch viel bekömmlicher, also gesünder. Die einzige Hürde ist das Herstellen des ersten Ansatzes. Nachdem ich vor 2 Jahren schon mal kläglich gescheitert bin, bediente ich mich diesmal eines „Tricks“: ich holte mir einen Roggensauerteig aus dem Bioladen, denn bei unseren Bäckern bekommt man nur noch Enzyme.

Ich nahm 100 g Vollkornroggen, selbst gemahlen – dafür kaufte ich mir extra den Mahlaufsatz für meine Küchenmaschine – und mischte das Mehl mit der Hälfte des fertigen Sauerteigs aus der Tüte und gab noch etwas lauwarmes Wasser dazu. Die Konsistenz des Teiges ist in etwa der des Pfannkuchenteigs. Nach dem kräftigen durchmischen stellte ich die Schüssel ins Wohnzimmer direkt neben den Grundofen, denn in den nächsten 5 Tagen braucht der junge Ansatz Wärme. Die andere Hälfte des Sauerteigs mischte ich mit 100 g Dinkelmehl und Wasser zusammen. Daraus wollte ich Brötchen backen. 3 Tage lang fütterte ich meine Ansätze mit je 100 g Mehl und etwas lauwarmen Wasser und schlug den Teig immer gut durch.

Am 4. Tag war der Dinkelsauerteig kräftig am Gären und ich setzte 2 verschiedene Brötchenteige an, die ich am nächsten Tag abbackte. Weil junger Sauerteig noch nicht sehr triebstark ist, setzte ich jeweils 5 g Hefe zu. Aber vorher gab ich die nicht benötigte Menge Ansatz in ein Glas, beschriftete es und stellte es in den Kühlschrank. Diese Restmenge brauche ich für den nächsten Ansatz. Auf diese Weise kann ich jederzeit neuen Sauerteig produzieren, denn natürlich geht das etwas schneller und …, der Sauerteig wird mit dem Alter immer triebstärker. Mit einem Teil der Restmenge habe ich auch noch einen Weizensauerteig angesetzt.

Die Brötchen waren lecker, aber zu lange gebacken. Mein Backofen ist in dieser Beziehung etwas anders als andere …

3 Tage später waren auch der Roggen- und der Weizensauerteig so weit, verarbeitet zu werden. Ich gab den Teigansätzen ebenfalls je 5 g Hefe zu. Das Roggenbrot hab ich etwas zu kurz gebacken, wodurch es etwas speckig ist. Das Weizentoastbrot dagegen ist ein Gedicht. Dagegen ist Toastbrot aus dem Supermarkt einfach nur schrecklich. Auch von diesen Ansätzen nahm ich einen Teil ab ud stellte die Gläser beschriftet in den Kühlschrank.

Mein Fazit: Ab jetzt gibt es nur noch selbst gebackenes Brot und Sonntagsbrötchen. Den Grundstock an Sauerteigen hab ich ja nun.

Rezepte für Brot und Brötchen findet man in einschlägigen Kochbüchern und im Internet zu Hauf. Es gibt ein Sauerteig-Forum, aus dem ich mir so manche Weisheiten abgeschaut habe. Und natürlich hab ich auch das Buch vom „Pöt“.

Und mein allergrößter Wunsch nach einem Holzbackofen werde ich mir vielleicht im Laufe des Jahres erfüllen. Bei Häussler gibt es einen Bausatz für „kleines Geld“ und da wir ja ein Backhaus haben, wird er dort drin stehen …